Das Rentenniveau der gesetzlichen Rente liegt aktuell bei maximal 48 % des letzten Nettoeinkommens – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 55 % im Jahr 1990. Die durchschnittliche Nettorente von etwa 1.100 Euro reicht für die meisten Menschen nicht aus, um ihren gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten.1 Daher ist es unerlässlich, frühzeitig fürs Alter vorzusorgen, aber was genau ist eine Altersvorsorge?

Dieser umfassende Ratgeber bietet Ihnen einen fundierten Überblick über gängige Altersvorsorgeformen und deren Funktionsweise. Erfahren Sie, warum professionelle Beratung zur Altersvorsorge für optimale Entscheidungen wichtig ist. Erhalten Sie außerdem eine ausführliche Entscheidungsgrundlage dafür, welche Altersvorsorge zu Ihrer individuellen Situation passt. Von der Definition bis zur praktischen Umsetzung führen wir Sie durch wichtige Aspekte der modernen Altersvorsorge.  

Altersvorsorge verstehen: die Grundlagen

Altersvorsorge bedeutet der Definition nach, finanzielle Rücklagen für die Zeit nach dem Arbeitsleben aufzubauen. In der Praxis umfasst die Altersvorsorge alle Maßnahmen, die darauf abzielen, den Lebensstandard im Alter zu sichern und Altersarmut zu vermeiden. Altersvorsorge ist somit ein systematischer Aufbau von Vermögen während der Erwerbsphase, um später daraus Einkommen zu generieren.

Das Ziel der Altersvorsorge ist es, nach Beendigung des Berufslebens finanziell abgesichert zu sein. Dabei geht es nicht nur um die reine Existenzsicherung, sondern auch um die Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstandards.  

Versorgungslücke
Die gesetzliche Rente deckt aktuell nur maximal 48 % des letzten Nettoeinkommens – durchschnittlich fehlen im Rentenalter 800 bis 1.200 Euro monatlich.2

Häufiger Fehler
Wer erst mit 40 statt bereits mit 25 Jahren mit der Altersvorsorge anfängt, muss für die gleiche Rente bei einer angenommenen Rendite von etwa 3 % p.a. erheblich mehr sparen. Bei höheren Renditeerwartungen wird der Unterschied sogar noch deutlicher.

Geschenktes Geld
Seit 2019 müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mindestens 15 % zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) dazugeben – soweit sie durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Bei 100 Euro Einzahlung gibt es demnach mindestens 15 Euro zusätzlich. (Tarifvertragsparteien können von dieser Regelung abweichen.)

Riester-Förderung
Versicherungspflichtige in der gesetzlichen Rentenversicherung können zurzeit im Kalenderjahr bis zu 2.100 Euro in staatlich zulagengeförderte Altersvorsorgeprodukte investieren, um so bis zu 175 Euro Grundzulage vom Staat zu erhalten. Die Beiträge können im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden, dafür wird die Rente nachgelagert besteuert.

Individuelle Lösung 
Es gibt nicht DIE eine beste Altersvorsorge - die optimale Strategie hängt von Ihrer Lebenssituation ab und sollte professionell geplant werden.

Wie funktioniert die Altersvorsorge in Deutschland?

alt="Die Grafik zeigt die 3 Schichten der Altersvorsorge in Deutschland"
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Das deutsche System zur Altersvorsorge basiert auf dem bewährten Drei-Schichten-Modell. Dieses wird im allgemeinen Sprachgebrauch nach wie vor oft noch als Drei-Säulen-Modell bezeichnet, auch wenn beide Modelle wichtige Unterschiede aufweisen. Die jeweiligen Schichten definieren sich u. a. durch die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sowohl in der Anspar- als auch in der Rentenphase. Die erste Schicht umfasst die gesetzliche Rente, die Basis-/Rürup-Rente sowie die berufsständischen Versorgungswerke. Die zweite Schicht beinhaltet die betriebliche Altersvorsorge und die Riester-Rente, die dritte Schicht umfasst die privaten Kapitalanlagen.

Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem sogenannten Umlageverfahren, bei dem die aktuellen Beitragszahlenden die heutigen Rentnerinnen und Rentner finanzieren. Alle anderen Vorsorgeformen funktionieren nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Dabei wird individuell Kapital angespart. Die Art und Höhe der Auszahlung, insbesondere bei lebenslangen Renten, hängt von den Vertragsbedingungen ab.

Warum Altersvorsorge heute wichtiger ist denn je, zeigt der demografische Wandel deutlich: Immer mehr ältere Menschen mit steigender Lebenserwartung stehen immer weniger Beitragszahlenden in der gesetzlichen Rente gegenüber. Die gesetzliche Rente allein reicht in der Regel nicht aus.  

Versorgungslücke berechnen - so ermitteln Sie Ihren Bedarf

Ihre Versorgungslücke = Gewünschtes Nettoeinkommen im Rentenalter – Erwartete gesetzliche Rente – Betriebsrente + Steuern und Sozialabgaben 

Wichtig ist, dass die erwartete Inflation und Preissteigerungen in das gewünschte Nettoeinkommen einkalkuliert werden. Eine professionelle Bedarfsanalyse hilft Ihnen dabei, diese Lücke präzise zu berechnen und passende Lösungen zu finden.  

Wir analysieren Ihre Vorsorgesituation

Jede Lebenssituation ist anders - nur eine individuelle Analyse zeigt, wie Sie Ihre private Altersvorsorge optimal aufstellen können.

Gesetzliche Altersvorsorge: die Grundversorgung

Die gesetzliche Altersvorsorge (Rente) funktioniert nach dem Umlageverfahren und dem Generationenvertrag. Die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind bei der Deutschen Rentenversicherung pflichtversichert und zahlen während ihres Berufslebens regelmäßig Beiträge für eine staatlich garantierte Rente.

Das System umfasst nicht nur die Altersrente, sondern bietet auch Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten sowie Rehabilitationsleistungen. Die Rentenformel bestimmt die Rentenhöhe u. a. unter Berücksichtigung der Entgeltpunkte, Zugangsfaktoren, des aktuellen Rentenwerts und des Rentenartfaktors.  

Warum die gesetzliche Rente nicht ausreicht: demografischer Wandel und seine Auswirkungen

Die Entwicklung der gesetzlichen Rente

alt="Die Grafik zeigt die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die gesetzliche Rente"
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Das aktuelle Rentenniveau und dessen Entwicklung zeigen die Grenzen der gesetzlichen Altersvorsorge deutlich auf. Mit „Grenzen“ sind hier die strukturellen Einschränkungen des Systems gemeint: Das Umlageverfahren stößt an seine Belastungsgrenze, wenn immer weniger Beitragszahlende immer mehr Rentnerinnen und Rentner finanzieren müssen.

Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage statistischer Daten. https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aspekte/demografie-altenquotient.html, aufgerufen am 09.02.2026 

Der demografische Wandel mit sinkenden Geburtenraten und steigender Lebenserwartung belastet das System erheblich. Menschen werden heute deutlich älter als frühere Generationen und beziehen entsprechend länger Rente. Das Renteneintrittsalter steigt zwar ebenfalls, aber das entlastet das System kaum. Zusätzlich sorgt die Inflation für einen schleichenden Kaufkraftverlust. So beträgt die Inflation in Deutschland seit 1949 im Durchschnitt 2,4 % p. a.3

Diese Entwicklungen machen zusätzliche Vorsorge unumgänglich, falls der Renteneintritt nicht mit einem sinkenden Lebensstandard einhergehen soll. Die Notwendigkeit privater und betrieblicher Altersvorsorge wird durch die kontinuierlich wachsende Versorgungslücke immer deutlicher.  

Betriebliche Altersvorsorge: die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber hilft mit

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bietet attraktive Möglichkeiten, mit Unterstützung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers für das Alter vorzusorgen. Gut zu wissen: Seit 2002 haben Arbeitnehmende einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Bei der Entgeltumwandlung werden Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei aus dem Bruttogehalt in einen bAV-Vertrag gezahlt. Dadurch sinkt ihr zu versteuerndes Einkommen. Seit 2019 sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in der Regel zusätzlich verpflichtet, die Entgeltumwandlung mit mindestens 15 % zu bezuschussen, wenn sie durch die Entgeltumwandlung selbst Sozialversicherungsbeiträge sparen.

Arbeitgeberzuschuss - Ihr Recht auf Förderung

Seit 2019 müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung in der Regel mindestens 15 % Zuschuss zahlen. Bei 100 Euro monatlicher Entgeltumwandlung erhalten Sie zusätzlich mindestens 15 Euro vom Arbeitgeber – geschenktes Geld für Ihre Altersvorsorge.  

Es gibt fünf verschiedene Durchführungswege für die bAV, u. a. Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, die unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Wichtig für die flexible Karriereplanung ist auch die Mit- und Übernahme des Vertrags im Fall eines Jobwechsels. Die bAV bietet als Vorteile vor allem geförderte Einzahlungen in den Vertrag, eine dreifache Sicherheit (pfändungs- und insolvenzsicher (in der Ansparphase) sowie bis zum Rentenalter anrechnungsfrei auf Sozialleistungen) und die Möglichkeit einer Kapitalauszahlung. Daneben kann es aber auch spezifische Nachteile geben. Deshalb empfehlen wir immer die Beratung durch einen Experten oder eine Expertin.  

Vor - und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

VorteileNachteile
Arbeitgeberzuschuss (15 %)nachgelagerte Besteuerung und Sozialabgaben auf die Rente
Steuer- und Sozialabgabenersparnisbegrenzte Produktauswahl
automatische EinzahlungAbhängigkeit vom Arbeitgebenden
i.d.R. keine Gesundheitsprüfungeingeschränkte Flexibilität

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Private Altersvorsorge: mit Garantien vs. ohne Garantien

Die private Altersvorsorge unterscheidet heute hauptsächlich zwischen Produkten mit (variablen) Garantien und solchen ohne Garantien. Echte „klassische“ Produkte zur privaten Altersvorsorge gibt es nur noch sehr wenige auf dem Markt. Produkte mit Garantien bieten Sicherheit, aber begrenzte Renditechancen, während Produkte ohne Garantien höhere Renditepotenziale bei entsprechenden Risiken ermöglichen.

Individuelle Spar- und Anlageprodukte wie Lebensversicherung, private Rentenversicherung und Fondssparpläne verfolgen unterschiedliche Ansätze. Grundsätzlich ist dabei eine durchdachte Liquiditätsplanung notwendig: Bevor Sie sich langfristig festlegen, sollten Sie über ausreichende kurzfristig verfügbare Reserven (drei bis – sechs Monatsgehälter) und mittelfristige Rücklagen für geplante Anschaffungen verfügen. Nur so vermeiden Sie, Ihre Altersvorsorge im Notfall vorzeitig auflösen zu müssen. Eine vorzeitige Kündigung von Altersvorsorgeprodukten führt oft zu erheblichen Verlusten.  

Kostenstrukturen und Transparenz: Leistungen richtig bewerten

Das Thema Kosten spielt in der Altersvorsorge eine wichtige Rolle, sollte aber nie isoliert betrachtet werden. Bei einem transparenten Kostenvergleich müssen Sie die Kosten immer mit den damit verbundenen Leistungen abwägen. Betrachten Sie die Altersvorsorge als Gesamtpaket, das neben der reinen Rendite auch Leistungen wie Service, Flexibilität oder wichtige Zusatzbausteine umfasst.

Ein einseitiges Sparen bei den Kosten kann zum Verlust wichtiger Leistungen führen. Beispielsweise können günstige Produkte weniger Flexibilität bei Beitragspausen bieten oder auf wichtige Zusatzversicherungen verzichten. Als Orientierungshilfe hat die gesetzgebende Instanz die sogenannten "Effektivkosten" vorgeschrieben – sie dienen als vergleichender Indikator, da die erwartbaren Kosten bereits von der prognostizierten Rendite abgezogen wurden.

Welches Produkt oder welche Produktkombination für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Risikobereitschaft, dem Anlagehorizont, Ihren persönlichen Zielen und der bereits vorhandenen Liquiditätsstruktur ab. Eine transparente Beratung zur Altersvorsorge hilft Ihnen dabei, unterschiedliche Produkte richtig zu bewerten und das optimale Verhältnis zwischen Kosten und Leistungen zu finden.  

Private Altersvorsorge mit Garantien vs. ohne Garantien – der direkte Vergleich

KriteriumProdukte mit GarantienProdukte ohne Garantien
Garantienvariable Garantien vorhandenkeine Garantien
Renditechancenbegrenzt (2-3% p.a.)höher (4-7% p.a. möglich)
Risikosehr geringmittel bis hoch
Flexibilitäteingeschränkthoch
Transparenzmittelhoch
Für wen geeignet?SicherheitsorientierteRenditeorientierte

Staatlich geförderte Altersvorsorge: Zulagen und Steuervorteile

Die staatlich geförderte Altersvorsorge bietet attraktive Zulagen und Steuervorteile. Neben der bereits erwähnten betrieblichen Altersvorsorge gibt es spezielle Förderformen für verschiedene Zielgruppen.

Riester-Rente

Die Riester-Rente funktioniert über ein System aus Eigenbeiträgen, Grund- und Kinderzulagen, Berufseinsteiger-Bonus sowie Steuervorteilen. Förderberechtigte Personengruppen sind hauptsächlich gesetzlich Rentenversicherte, Beamtinnen und Beamte sowie deren Ehepartnerinnen und Ehepartner. Es gilt 4 % des Bruttoeinkommens in die Riester-Rente einzuzahlen. Die jährliche Grundzulage beträgt 175 Euro, pro Kind gibt es zusätzlich 300 Euro (für ab 2008 geborene Kinder).

Die Vor- und Nachteile müssen sorgfältig abgewogen werden. Während die staatliche Förderung attraktiv ist, bringen Riester-Produkte höhere Kosten und geringe Flexibilität mit sich. Reformpläne, die die gesetzliche Rente finanziell solider aufstellen oder das Rentenniveau deutlich anheben würden, sind derzeit nicht in Sicht. Eine grundlegende Änderung der aktuellen Rahmenbedingungen ist daher nicht zu erwarten.  

Riester-Zulagen - so viel gibt der Staat dazu

Beispiel: Familie mit 2 Kindern (geboren nach 2008): 175 Euro Grundzulage + 2 × 300 Euro Kinderzulage = 775 Euro jährlich. Je nach Höhe des geleisteten Eigenbeitrags und in Abhängigkeit vom individuellen Steuersatz können über den Zulagenanspruch hinaus Steuervorteile entstehen. 

Rürup-Rente: die Basisrente

Die staatlich geförderte Altersvorsorge über die Rürup-Rente steht allen Einkommensteuerpflichtigen in Deutschland zur Verfügung – also neben Selbstständigen und freiberuflich Tätigen auch Angestellten sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Menschen mit hohem Einkommen profitieren besonders von der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge. 2026 können bis zu 30.826 Euro (Alleinstehende) bzw. 61.652 Euro (Verheiratete) als Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden, wobei die Beiträge zur gesetzlichen Rente berücksichtig werden. Die Versteuerung der Rürup-Rente erfolgt nachgelagert.

Die Rürup-Rente bietet viel Flexibilität bei Beitragszahlungen, hat aber auch Nachteile: Sie ist nicht vererbbar, nicht übertragbar und nicht kapitalisierbar. Das bedeutet, eine Rürup-Police kann in der Ansparphase nicht gekündigt werden und eine Kapitalauszahlung zum Rentenbeginn ist nicht möglich. Ziel ist die Verrentung mit nachgelagerter Besteuerung.

Zusatzbausteine wie eine Rente für Hinterbliebene und eine Absicherung der eigenen Arbeitskraft können je nach Vertrag hinzugefügt werden. Wichtig ist es, sich mit den genauen Vertragsbedingungen zu beschäftigen. 

Riester vs. Rürup – welche Förderung passt zu wem?

KriteriumRiester-RenteRürup-Rente
ZielgruppeAngestellte, Beamtinnen und Beamte, Soldatinnen und Soldaten, Auszubildende, Minijobberinnen und Minijobberalle Einkommenssteuerpflichtigen
FörderungZulagen + ggf. Steuervorteilenur Steuervorteile
Max. Förderung2.100 Euro inkl. Zulagen30.826 bzw. 61.652 Euro (2026)
Insolvenzschutzpfändungssicher in der Ansparphasepfändungssicher in der Ansparphase
Vererbbarkeitja (eingeschränkt)nein
Kapitalentnahmeteilweise möglichnicht möglich
Hinterbliebenenschutzmöglichmöglich

Nachgelagerte Besteuerung verstehen

Das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung bedeutet: Die Beiträge sind in der Ansparphase steuerlich absetzbar, die ausgezahlten Renten werden später allerdings besteuert. Die Entwicklung der Steuersätze im Alter ist meist günstiger, da das Einkommen geringer ist. Freibeträge und Steueroptimierungsstrategien für Rentnerinnen und Rentner können die Steuerlast zusätzlich reduzieren. Diese Aspekte sollten Sie bei Ihrer Planung für die Auszahlungsphase berücksichtigen.  

Welche Altersvorsorge ist für mich sinnvoll?

Welche Altersvorsorge für Sie optimal ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Lebensphase,
  • Einkommen,
  • Familienstand,
  • Risikobereitschaft vs. Anlagehorizont.

Sie müssen Ihre Position im Spannungsfeld zwischen Flexibilität und Sicherheit, Renditechancen und steuerlichen Vorteilen individuell bewerten. Auch hier kann Sie eine unabhängige Beratung zur Altersvorsorge unterstützen.

Oft zeigt sich erst bei genauer Analyse, welche Altersvorsorge sich in verschiedenen Einkommensklassen lohnt. Familien mit Kindern und Geringverdienende profitieren stark von Riester-Zulagen, während Gutverdienende eher von Rürup-Steuervorteilen profitieren.  

Entscheidungshilfe: die richtige Altersvorsorge finden

  • Wie hoch ist mein aktuelles Einkommen?
  • Wie sicher ist mein Arbeitsplatz?
  • Wie hoch ist meine Risikobereitschaft?
  • Wie lange ist mein Anlagehorizont?
  • Welche steuerlichen Vorteile kann ich nutzen?
  • Wie flexibel muss die Vorsorge sein?
  • Welche staatlichen Förderungen stehen mir zu?
  • Wie wichtig sind Garantien für mich?

Beratung zur privaten Altersvorsorge: Warum Expertise und individuelle Beratung wichtig sind

Die Komplexität der Produktlandschaft macht eine professionelle Beratung zur privaten Altersvorsorge oftmals unverzichtbar. Eine individuelle Bedarfsermittlung berücksichtigt Ihre persönlichen Faktoren und Ziele. Neutrale Beratung zur Altersvorsorge unterscheidet sich deutlich vom reinen Produktverkauf, weil der Fokus auf der umfassenden Analyse und produktübergreifenden Empfehlungen liegt.

Kombinationsstrategien für das passende Altersvorsorge-Portfolio erfordern Expertise in Risikostreuung und Flexibilität. Dabei kann die Steueroptimierung durch die geschickte Kombination verschiedener Vorsorgeformen Ihre Rendite erheblich steigern. Zusätzlich sind langfristige Betreuung und regelmäßige Anpassungen an die jeweilige Lebensphase für den Erfolg Ihrer Altersvorsorge entscheidend.  

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Swiss Life Select – Ihr Partner für die Altersvorsorge

Swiss Life Select bietet einen ganzheitlichen Beratungsansatz für Ihre Altersvorsorge. Die Zusammenarbeit mit über 250 Partnergesellschaften in allen Sparten ermöglicht eine optimale Produktauswahl ohne Beschränkungen auf einzelne Anbieter. Die Beratung zur Altersvorsorge erfolgt dabei aus einer Hand – von der Analyse bis zur Umsetzung Ihrer persönlichen Anlagestrategie.

Die produktunabhängige Beratung stellt Ihre Interessen in den Mittelpunkt. Digitale Tools und Services unterstützen Sie bei der Planung Ihrer Altersvorsorge und schaffen Transparenz.  

Häufige Fehler bei der Altersvorsorge vermeiden

1. Fehler: Kosten ignorieren
Hohe Kosten fressen die Rendite auf. Ein Unterschied von 1% bei den jährlichen Kosten kann über 30 Jahre gerechnet eine Differenz von Zehntausenden von Euro bedeuten. Daher ist Kostentransparenz entscheidend.

2. Fehler: Inflation unterschätzen
Eine jährliche Inflation von 2% halbiert die Kaufkraft in 35 Jahren. Altersvorsorge muss daher inflationsresistent sein. Reine Sparbücher oder niedrig verzinste Produkte verlieren durch die Inflation real oftmals effektiv an Wert.

3. Fehler: Zu wenig diversifizieren
Es ist riskant, alles auf eine Karte zu setzen. Eine Mischung aus verschiedenen Vorsorgeformen und Anlageklassen reduziert das Risiko und optimiert das Verhältnis zwischen Rendite und Risiko.

4. Fehler: Zu spät anfangen
Der Zinseszinseffekt ist eines der wertvollsten Werkzeuge in der Altersvorsorge. Wer z.B. bereits mit 25 Jahren beginnt, muss monatlich deutlich weniger sparen als jemand, der erst mit 40 anfängt. Selbst kleine Beträge können über Jahrzehnte zu beachtlichen Summen anwachsen. Grundsätzlich kann es durchaus irgendwann zu spät sein. Dies ist der Fall, wenn Sie die erforderlichen Raten aufgrund einer kurzen Rest-Anspardauer zum Aufbau einer auskömmlichen Altersvorsorge nicht mehr leisten können. Trotzdem ist es nie zu spät, sich über die individuellen Optionen zur Altersvorsorge beraten zu lassen.

5. Fehler: Keine regelmäßige Überprüfung
Lebenssituationen ändern sich. Heirat, Kinder, Jobwechsel oder Gehaltserhöhungen erfordern Anpassungen der Altersvorsorgestrategie. Eine regelmäßige Überprüfung ist daher unverzichtbar.

Fazit: Ihre nächsten Schritte zur optimalen Altersvorsorge

Altersvorsorge ist ein komplexes Thema, das individuelle Lösungen erfordert. Die wichtigsten Erkenntnisse lauten: früh anfangen, diversifizieren, Kosten beachten und regelmäßig überprüfen. Die Kombination aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge nebst Beratung bietet eine gute Absicherung.  

Wir empfehlen folgendes Vorgehen:
 
  1. Bedarfsanalyse durchführen lassen
  2. Staatliche Förderungen optimal nutzen
  3. Betriebliche Altersvorsorge prüfen
  4. Private Vorsorge aufbauen
  5. Regelmäßige Überprüfung etablieren

Eine frühzeitige Planung ist von immenser Bedeutung. Je kürzer die Ansparphase ist, desto höher sind die notwendigen Sparraten.4 Jedes Jahr des Wartens macht Ihre Altersvorsorge teurer. Unabhängige Beratung zur Altersvorsorge ist der logische nächste Schritt für eine fundierte Entscheidung. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für Ihre persönliche Altersvorsorge-Beratung und sichern Sie sich Ihre finanzielle Unabhängigkeit auch im Rentenalter.

Wir analysieren Ihre Vorsorgesituation

Jede Lebenssituation ist anders - nur eine individuelle Analyse zeigt, wie Sie Ihre private Altersvorsorge optimal aufstellen können.

Häufig gestellte Fragen zur Altersvorsorge

Das deutsche Drei-Schichten-Modell kombiniert gesetzliche Rente (Umlageverfahren), betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge (beide über das Kapitaldeckungsverfahren). Jede Schicht trägt zur Gesamtversorgung bei und hat spezifische Vor- und Nachteile. 

Bei dem aktuellen Rentenniveau von maximal 48 % des letzten Nettoeinkommens entsteht meist eine erhebliche Versorgungslücke, die durch zusätzliche Altersvorsorge minimiert werden sollte. 

Finanzexpertinnen und -experten empfehlen, mindestens 10 Prozent  % des jeweiligen Nettoeinkommens für die private Altersvorsorge zurückzulegen.(5) Der genaue Betrag hängt von Ihrer Lebensphase, dem gewünschten Lebensstandard im Alter und der eventuell bereits vorhandenen Vorsorge ab.

So früh wie möglich! Besonders Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger, Auszubildende und Studierende profitieren vom Zinseszinseffekt. Aber es ist nie zu spät, sich beraten zu lassen.

Ja, die betriebliche Altersvorsorge lohnt sich in den allermeisten Fällen, insbesondere wenn sich der Betrieb am Aufbau beteiligt. Eine bAV funktioniert aber auch ohne Beteiligung des Unternehmens. Der Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 % macht sie besonders attraktiv.

Grundsätzlich ist die Vorsorge die beste, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Denn das „Beste“ kann für jede Person etwas anderes sein. Es gibt nicht die eine perfekte Lösung. Finden Sie lieber die zu Ihnen passende Altersvorsorge, anstatt nach einer allgemeingültigen Lösung zu suchen. Ihre Altersvorsorge sollte Ihre Ziele und Wünsche widerspiegeln und individuell auf Sie zugeschnitten sein. Wir haben für alle die passenden Lösungen.

Frauen haben aufgrund von Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit und geringeren Einkommen oft eine größere Versorgungslücke. Riester-Rente mit Kinderzulagen, flexible Vorsorgeformen und die Berücksichtigung von Karrierepausen sind besonders wichtig. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir weiterführende Informationen zur finanziellen Vorsorge für Frauen zusammengestellt.

Was bietet Swiss Life Select?

Wir bieten persönliche Beratung und eine große Auswahl an Produkten.

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1 Quelle: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1033564 

2 Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2024/03/Inhalte/Kapitel-2-Fokus/generationenkapital.html

3 Quelle: Eigene Berechnung. Datengrundlage: Statistisches Bundesamt (Destatis). (2024). Verbraucherpreisindex – Lange Reihen ab 1948 – Fachserie 17 Reihe 7. [PDF], https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Publikationen/Downloads-Verbraucherpreise/verbraucherpreisindex-lange-reihen-pdf-5611103.pdf, abgerufen am 21.10.2025

4 Diese Aussage gilt nur bei sonst gleichen Rahmendaten

5 Quelle: https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/altersvorsorge-auf-die-10er-regel-kommt-es-an-wann-sie-wie-viel-geld-sparen-sollten_id_13256144.html und https://www.finanztip.de/gesetzliche-rentenversicherung/rentenluecke/